Aktuelles online: Shareware rund um den Mac
Verbesserte Exportfilter
In der Disziplin «Export von Web–Grafiken» bekleckert sich Photoshop nicht gerade mit Ruhm. Kein Wunder – Web–Designer werden damit sanft, aber bestimmt dazu angehalten, bei Adobes Online–Bildprofi «ImageReady» Zuflucht zu suchen. Doch zumindest Mac–Photoshop–Benützer können aufatmen: Zwei Plug–ins statten Photoshop mit verbesserten GIF– und JPEG–Exportfiltern aus.
Beide Plug–ins werden in den Photoshop–Ordner abgelegt, und zwar ins Verzeichnis Zusatzmodule:Dateiformat. Ist dies geschehen, erscheinen die beiden Filter als «PhotoGIF», resp. «ProJPEG» in der Formatliste des «Speichern Unter»–Dialogs.
ProJPEG ermöglicht eine «Live»–Voransicht des JPEG–Bildes mit Angaben zur voraussichtlichen Dateigrösse bei der gewählten Kompressionsrate, die sich mittels Schiebregler einstellen lässt. Auch progressive JPEG–Dateien sind möglich, d. h. Bilder, die vorab eine grob gerasterte Vorschau zeigen, welche sich dann im Browser kontinuierlich verfeinert. Code–Optimierung soll die JPEGs laut Hersteller BoxTop zwei– bis fünfmal kleiner machen, als wenn Photoshops eigener Exportfilter sie schreibt – und dies bei verbesserter Bildqualität. Häufig gebrauchte Einstellungen lassen sich als «Pre–Sets» abspeichern.
«PhotoGIF» ist dasselbe in Grün für GIF–Bilder.
Bis fünfzig Prozent der Dateigrösse will BoxTop einsparen. Ausserdem verbesserter Umgang mit Paletten und Funktionen für animierte GIFs. Auch die transparente Farbe ist leichter zu bestimmen als im Photoshop–eigenen Exportfilter.
Bei PhotoGIF dabei: das Freeware–Tool «GIF Prep». Dieses zeigt für Web–Grafiken die effektive Dateigrösse an. Die Grösse, welche das MacOS für eine Datei angibt, besteht immer aus der «Ressource» und der «data fork». Auf dem Web–Server wird dann allerdings nur die «data fork» verwendet, und daher ist die Dateigrösse auch kleiner als vom Mac angezeigt.
Laut Dokumentation wurden die Plug–ins für Photoshop 3 geschrieben; doch auch mit der Version 4 stellten wir keine Probleme fest. Mit Version 5 haben wir die Filter noch nicht getestet. Die Registrierung von PhotoGIF kostet US–$ 45, die von ProJPEG US–$ 35.
- photogif–21.hqx, 1208 kB
- projpeg–211.hqx, 751 kB
Photoshop,
öffne dich!
Ein kleines Droplet namens «PhotoOpener 1.0» verknüpft darauf «gedragunddroppte» Dateien mit Photoshop. Nach dieser Behandlung können Grafiken, die z. B. aus dem Internet oder von einer Windows–Diskette stammen, mit einem Doppelklick geöffnet werden.
photo–opener–10.hqx, 16 kB
Offline–Lesen ganzer Webseiten
Mit dem Speichern–Befehl der gängigen Browser kann man eine HTML–Seite aus dem Internet leicht zur späteren, kostengünstigen Offline–Lektüre auf die Festplatte ablegen. Der Nachteil: Bilder und Fortsetzungsseiten werden so nicht gespeichert. «WebRetriever» ist ein Shareware–Programm, das ganze HTML–Seiten inklusive Bildern und verknüpfte Dokumente herunterlädt. Sie können die «Tiefe» angeben (wie viele Links soll das Programm verfolgen) und Dateien selektiv vom Download ausschliessen. Der Autor Richard Burgess verlangt moderate US–$ 5 für die Registrierung.
web–retriever–10–ppc.hqx, 245 kB
Grafiken ausspionieren
Schnelle Auskunft über technische Details einer Grafikdatei gibt das Prepress–Tool «Grafyxx»: Auflösung, Farbmodell, Kompression, Beschneidungspfad und viele Details sind damit ersichtlich. Verarbeitete Formate sind u. a. TIFF, EPS, PICT, GIF und JPEG. Die Vollversion des Programms kostet US–$ 99 und bietet weitere, nützliche Features wie die Alarmfunktion. Falls ein beliebiger Parameter einer Grafik einen benutzerdefinierten Bereich verletzt, erfolgt eine Warnung. Beispielsweise sind RGB–Bilder oder zu tiefe Auflösungen auf diese Weise schnell erkannt. Weiter können Sie nach Bildern mit bestimmten Kriterien suchen und sich Berichte generieren lassen.
grafyxx–12–ppc.hqx, 245 kB
Mit ÿ Mac–Laufwerke lesen
Während das MacOS dank «PC Exchange» Windows–Laufwerke von Haus aus lesen kann, bleibt Bewohnern des Wintel–Lagers der Zugriff auf Mac–formatierten Datenträgern verwehrt. Es gibt kommerzielle Lösungen, welche dieses Manko auf luxuriöse Weise beheben, doch die kosten Geld (MacOpener, Publisher 97/3). Falls Sie bloss sporadisch Mac–Laufwerke von DOS oder Windows aus lesen oder beschreiben müssen, gibt es eine Freeware–Lösung. Den HFS–Utilities Windows von Marcus Better und Robert Leslie fehlt zwar eine grafische Benutzeroberfläche, ansonsten braucht der Benutzer auf nichts zu verzichten. Die HFS–Utilities machen keinen Hehl aus ihrer Unix–Vergangenheit. Wie unter Unix üblich, müssen Laufwerke vor dem Zugriff gemountet und nachher wieder abgemeldet werden. Dafür stehen die Befehle hmount a: und hunmount a: zur Verfügung (für das Diskettenlaufwerk A). Generell können Sie die von DOS her gewohnten Befehle zur Dateimanipulation verwenden, müssen aber jeweils ein h voranstellen – also z.B. hdir für den Auflistungsbefehl (verwenden Sie den Parameter –l, um sich die mac–spezifischen Informationen wie Type und Creator anzeigen zu lassen).
Resourcen gehen nicht verloren
Auf elegante Art und Weise gehen die HFS–Tools mit dem Problem der Ressourcen um. Diese Ressource, welche Ikönchen, Preview und weitere Zusatzinformationen enthält, geht unter Windows oft verloren, was den Umgang sehr erschwert. Sie können den Kopierbefehl hcopy jedoch mit den Optionen –m oder –b verwenden: –m führt sowohl Ressourcen– als auch Datenzweig zu einer MacBinary–codierten Datei zusammen, –b erzeugt eine BinHex–Datei, die sich dann verlustfrei übers Internet verschicken lässt.
Sie finden in unserem Downloadbereich eine ausführliche Installationsanweisung in Deutsch und weitere Tipps zur Benützung.
hfsuw.zip, 1,33 MB




