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Photshop-Praxis: Kanalmixer

Mit dem Kanalmixer können in Photoshop auf einfache Art Farbmanipulationen vorgenommen werden. Publisher-Autor Hennig Wargalla zeigt, wie man es macht.


Hennig Wargalla Wer noch mit Filmen und Ulanofolien gearbeitet hat, der wird den Kanalmixer mögen. Man nehme einen beliebigen Farbauszug und kopiere ihn in unterschiedlicher Stärke in die anderen Farbauszüge. Einkopieren, auskopieren, Rasterfolien hinterlegen – alles kein Problem. Man kann mit dem Kanalmixer auch Farbkorrekturen bei fotografischen Motiven vornehmen, allerdings ist das mit Gefahren verbunden. Die eigentliche Stärke dieses Einstellungsmenüs ist vielmehr die Umwandlung von Farbbildern in Graustufen.



1. Man findet den Kanalmixer unter «Bild > Einstellen». Man wählt den zu bearbeitenden Ausgabekanal und bestimmt, aus welchen Anteilen der anderen Kanäle er bestehen soll. Hier etwa besteht der Schwarzkanal zu 100% aus Schwarz.




bild15 (zip)

2. Der Nutzen wird klar, wenn man ein einfaches Logo umfärben will. Der Hintergrund besteht aus 100% Cyan und 60% Magenta. Ziel ist es, ihn in Gelb umzufärben.





bild16 (zip)

3. Anstatt nun mit Auswahlen zu hantieren, pegelt man die Bildkanäle einfach auf den gewünschten Wert. Also: Gelb soll aus 100% Cyan bestehen, der Magentaanteil wird verringert, und der Cyankanal selber wird auf 0% reduziert.





bild17 (zip)

4. So erreicht man sehr schnell und ohne Gefahr von Zeichnungsverlusten sein Ziel.








bild18 (zip)

5. Ich will es nicht empfehlen und kann es dennoch nicht unerwähnt lassen: Man kann den Kanalmixer auch mit fotografischen Motiven nutzen. Hier etwa soll der Cyananteil des Hauttones reduziert werden.


bild19 (zip)

6. Man wählt als Ausgabe Cyan und geht mit dem Gelbregler (da Gelb in den Hauttönen stark vertreten ist) in den Minusbereich. Der gelbe Kanal wird jetzt vom Cyan abgezogen. Das ändert allerdings auch die Graubalance, und daher finde ich diese Methode bei Fotos recht problematisch.




bild20 (zip)

7. Hervorragend eignet sich das Menü aber, um schwierige farbige Motive in Graustufen umzuwandeln. Die Farbumsetzung von Photoshop kann dazu führen, dass diese Motive unnötig flau wirken. Alternativ kann man den Kanalmixer nutzen und das Kästchen «monochrom» aktivieren. Jetzt bestimmt man, aus welchen Farbanteilen das Graustufenbild bestehen soll. Es ist dabei ein guter Ausgangspunkt, bei der Addition der Werte in der Nähe von 100% zu bleiben.


bild32 (zip)

8. Nachdem man den Kanalmixer bestätigt hat, befindet sich das Bild weiterhin im Farbmodus. Man muss es noch in Graustufen umwandeln. Wer öfters mit schwierigen Umwandlungen von Farbmotiven zu tun hat, sollte sich durchaus überlegen, alle Bilder in Farbe einzuscannen und dann mit dem Kanalmixer zu bearbeiten.



bild33 (zip)

9. Rechts ein Bild, das ohne weitere Umstände in Graustufen umgewandelt wurde.
Unten das Resultat mit Hilfe des Kanalmixers.
Ein starkes Cyan sorgt für Zeichnung im Himmel. Zeichnungsverluste im Wasser muss man dafür in Kauf nehmen. Der gelbe Kanal bleibt bei 0% und fliesst gar nicht in die Berechnung ein, damit die gelben Steine im Vordergrund nicht zu dunkel werden.
In ihren Eckwerten sind übrigens beide Bilder gleich. Der hellste Punkt liegt bei 4% und der dunkelste bei 96%.

bild34 (zip)

bild35 (zip)bild36 (zip)

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