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Proofyourself macht aus XPS sichere PDF/X

Die Mayerthaler AG hat ihre Lösung für XPS fit gemacht

ProofYourself: XPS und PDF in einem Waschgang!

Das in der Schweiz entwickelte ProofYourself ist die erste PDF-Workflow-Lösung, welche native XPS-Dokumente verarbeitet und zu sicher reproduzierbaren PDF/X-Daten «reinwäscht».

n MARTIN SPAARProofYourself ist eine Hotfolder-basierte PDF-Workflow-Lösung, welche von der in Neuenhof ansässigen Mayerthaler AG entwickelt und verkauft wird. ProofYourself bringt Automatisierungsmöglichkeiten, PDF-Bearbeitungskomponenten und Server sowie ein Proofsystem auf clevere Weise zusammen.

In der Praxis funktioniert ProofYourself so, dass man aus dem Layoutprogramm oder irgendeiner anderen Software PostScript- oder PDF-Files in einen Eingangs-Hotfolder schreibt.

Optimieren – Prüfen – Proofen

Nun werden die Daten in einem ersten Schritt geprüft. Ist alles OK, wird das File in den Hotfolder für das Proof verschoben. Ergibt die Prüfung Fehler, so kommt als zweite Station die Korrektur zum Einsatz. Hier in der «Waschmaschine» werden falsche Farben, Haarlinien, Transparenzen etc. im PDF korrigiert. Nur wenn sich der Fehler automatisch nicht korrigieren lässt, zum Beispiel bei einer zu geringen Bildauflösung, wird die Datei zusammen mit einem Fehlerrapport aus dem Workflow ausgeschieden.

Als nächste Station kommt das Proof, wo die Lösung – der Name verrät es schon – ihre besonderen Stärken ausspielen kann. Die Ausgabe erfolgt mit ISO12647-Simulation oder anderen Standards auf beliebigen Druckern.

Ein zusätzliches Feature ist das Remote-Proof. Dabei werden die Daten durch das Farbmanagement von ProofYourself für den entfernten Proofer richtig aufbereitet und gerippt. Diese komprimierte Proof-Datei kann nun per Internet an den entfernten Drucker übermittelt und dort ausgegeben werden. Anhand eines UGRA/Fogra Medienkeiles, der mit jedem Proof ausgegeben wird, kann die Farbstabilität jederzeit visuell oder messtechnisch geprüft werden. Es ist klar, dass sich damit enorm Zeit und Geld sparen lässt, ohne auf eine maximale Produk­tionssicherheit verzichten zu müssen.

Ganz neu bietet die Mayerthaler AG auf der Basis von Remote-Proof das Inhouse Proofen im Abo an. Die Investi­tion dafür beträgt weniger als 2000 Franken; Darin inbegriffen sind die Installation eines A3-Proofdruckers vor Ort und ein halber Tag Schulung. Der Anwender kann seine selbst erstellten PDF-Daten via Internet mit einem High-End RIP PDF/X-konform verarbeiten. Die Daten können inhalt- und farbverbindlich auf dem lokalen Proofdrucker und bei Geschäftspartner ausgegeben werden, was eine sichere Visualisierung garantiert und die Kommunikation verbessert.

XPS und PDF über einen gemeinsamen Workflow

Daniel Mayerthaler, der Entwickler von ProofYourself, setzt sich schon seit mehr als eineinhalb Jahren intensiv mit Microsofts XPS auseinander. Ihm war von Anfang an klar, dass sich hier eine interessante Brücke zwischen Office- und Prepresswelt auftut (siehe auch Interview). Er hat sich intensiv mit den XPS-Spezifikationen auseinandergesetzt und ProofYourself so weiterentwickelt, dass es heute native XPS-Dateien verarbeiten kann. Für den Anwender ist die Handhabung denkbar einfach. Er gibt eine XPS-Datei in denselben Hotfolder, der auch PDF- und Postscript-Daten verarbeitet.

Aus der intensiven Beschäftigung mit dem neuen Dokumentenstandard kennt Mayerthaler dessen Schwächen und Stolpersteine in Hinblick auf einen sicheren Publishing-Workflow. Er hat ProofYourself anschaulich ausgedrückt mit den richtigen «Waschprogrammen» ausgestattet, um XPS-Dokumente zu zertifizierten PDF/X-Dateien verarbeiten zu können.

Kompakt verpackt in eine Yellowbox

Die ganze ProofYourself-Lösung ist in eine gestylte gelbe Box, den Graphic Data Processor, integriert. Darin läuft auf einem Intel-Rechner das auf einem Harlequin-RIP und Adobe-Acrobat-Technologie basierende System. Eine Backup-Wechseldisk und die Möglichkeit der Fernwartung sorgen für höchste Ausfallsicherheit. ProofYourself ist in verschiedenen Konfigurationen zu Preisen ab 24500 Franken erhältlich.

Mayerthaler AG

5432 Neuenhof

Tel. 056 416 00 50

www.proofyourself.ch

Daniel Mayer-thaler zu XPS

Publisher: Welchen Stellenwert hat XPS für die grafische Industrie?
Daniel Mayerthaler: Man sollte XPS auf jeden Fall ernst nehmen. Es ist ganz XML-basiert und stützt sich auch bezüglich Bildformaten, Fontmanagement und Farbmodellen voll auf bewährte Standards.

Standards sind gut und recht; Aber bringt Microsoft wirklich etwas auf die Beine, das den Ansprüchen der grafischen Industrie gerecht wird? Da Microsoft bis anhin in der graphischen Welt nicht vertreten war, hat sie sich mit Global Graphics den idealen Partner mit ins Boot geholt. Was bei dieser Kooperation herausgekommen ist, muss sich bezüglich der Druckbarkeit nicht hinter PDF verstecken: XPS ist eine Highend-Grafiksprache auf der Basis von XML, mit der sich die Workflows der Publishing-Branche gut abbilden lassen.

Trotzdem: Wir haben PDF als bewährten Standard. Wieso sollen wir uns mit etwas Neuem befassen?
Wegen der Kunden aus der Office-Welt! XPS bietet die Chance, aus der Plackerei mit Word-, Excel- und Powerpoint-Dokumenten herauszukommen. Das, was Office an Grafik erlaubt, bildet XPS schon heute spielend ab. Und XPS ist im Gegensatz zu Word & Co. für den Datenaustausch bestens geeignet: Probleme mit falschen Zeilenumbrüchen sind ausgeschlossen und Schriften werden ins XPS eingebettet.

 

 

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