Sinar: Digitalfotografie macht mobil
Sinar definiert den «State of the Art» der Digitalfotografie neu
Digitalfotografie macht mobil
Der Schweizer Kamerahersteller Sinar demonstriert mit seinen Neuankündigungen, dass der Digitalfotografie jetzt auch im höchsten Profisegment der Durchbruch bezüglich Qualität und Praxistauglichkeit gelungen ist.Die im schaffhausischen Feuerthalen beheimatete Sinar AG definiert den «State of the Art» in der Digitalfotografie neu und zeigt damit beispielhaft für die ganze Branche, dass die Digitalfotografie heute auch im professionellen Segment dem Film absolut ebenbürtig ist. In den kritischen Bereichen der maximalen Bildauflösung und der Mobilität der digitalen Systeme konnten nochmals entscheidende Fortschritte erzielt werden, angesichts derer jetzt wohl auch die eingefleischtesten Filmpuristen ihren Standpunkt neu überdenken müssen ...
Auflösung von über 75 Megapixeln
Das neue Digitalrückteil Sinarback HR zeichnet sich durch ein perfektioniertes Microscanning aus: Der Sensor wird in 16 Aufnahmen mit höchster Präzision um jeweils nur eine halbe Pixelbreite bewegt, wodurch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Pixeln ebenfalls mit Information versehen werden. Wie schon die 4-Shot-Technik liefert das Microscanning – im Gegensatz zur 1-Shot-Technik – die vollständige Farbinformation für jeden Pixel. Durch die in einer Aufnahme zur Verfügung stehenden Daten (150 MB bei 16 bit RGB) kann die Auflösung und damit die Schärfe nochmals markant gesteigert werden.
Die im Sinarback-System mögliche Kombination von Micro- und Macroscan erlaubt so Aufnahmen von absoluter Brillanz, Schärfe und unglaublicher Auflösung von mehr als 75 Mio. Pixeln mit Dateigrössen bis über 450 MB.
Universales System
Die jetzt mit dem HR eingeführte 16-Shot-Option unterstreicht nochmals die universelle Verwendbarkeit als grosse Stärke der Sinarback-Familie. Bei 1-Shot-Anwendungen wie der Modefotografie stellt der Philips-Sensor mit 6 Millionen Pixeln Auflösung und rechteckigem Format das ideale Werkzeug dar. Dank aktiver thermoelektrischer Kühlung bleibt die Farbqualität beim Sinarback auch bei schnellen Bildfolgen konstant, das eingebaute Hardware-Antimoiré verhindert bei Bedarf die Bildung von Moirés optimal schon bei der Aufnahme. Dank Fiberoptik-Verbindung und entsprechender Software im Sinar Cyberkit (siehe unten) sind rasche Bildfolgen möglich.
Die 4-Shot-Technologie des Sinarback liefert Farbbilder in einer Qualität ohne Interpolation, wie sie in der 1-Shot-Technik theoretisch nur von einem 24-Megapixel-Sensor garantiert werden könnte. Für Aufnahmen, die eine besonders grosse Auflösung verlangen, ist das System um den Sinar Macroscan erweiterbar, der durch Bewegung der gesamten Sensorfläche eine Auflösung von über 75 Mio. Pixeln erreicht.
Höhere Anforderungen an die Objektive
Der Philips CCD-Sensor des Sinarback 23 mit 3072x2048 Pixeln und einer Grösse von 24x36 mm hat eine Pixelgrösse von 12 µ. Es finden also ca. 83 Pixel/mm Platz. Daraus resultiert eine Nyquistgrenze von rund 42 Linienpaaren pro Millimeter (42 Lp/mm). Um eine optimale Schärfe zu erzielen, sollte ein Objektiv also diese Nyquistgrenze nicht unterschreiten. Nur so ist gewährleistet, dass auch feinste Bildstrukturen mit genügender Modulation (Kontrast) auf den Bildsensor auftreffen. Mit der Einführung des Microscannings wird durch die Halbierung der Pixel-Kantenlänge eine noch wesentlich höhere Auflösung der Objektive verlangt. Die neu eingeführten Sinaron-Digital-HR-Objektive lösen bei Arbeitsblende und im Bildzentrum weit über 100 Lp/mm auf bis minimal 60 Lp/mm am Bildrand. Erst die Verwendung dieser Objektive erlaubt die optimale Nutzung des Gesamtsystems zusammen mit der Microscantechnik.
Üblicherweise wird die brennweitenabhängige Farblängsabweichung für einen oder zwei der drei Farbkanäle gegen Null korrigiert, was bereits einen Grossteil der Farbsäume beseitigt. Bei der digitalen Bildaufzeichnung werden aber an die Abbildungseigenschaften der Objektive noch höhere Anforderungen gestellt als bei der chemischen Fotografie, was zusätzlich die Minimierung der vom Objektivtyp abhängigen Farbquerabweichung erfordert, um sichtbare Farbsäume zu vermeiden.
Mobile Highendfotografie mit dem Sinar Cyber Kit
Für Produkteaufnahmen im Studiobereich hat sich die digitale Fotografie längst etabliert. Sinar hat als Pionier diese Entwicklung stets angeführt. Mit der Einführung des multifunktionalen Sinarback-Systems vor drei Jahren brachte Sinar das modulare System in die Digitalwelt. Das Sinarback bietet in der Produktefotografie optimale Qualität dank 4-Shot, Macroscan und dem neuen Microscan mit einer Auflösung bis über 75 Mio. Pixeln. Die hohe Farbqualität der Sinar Color Catcher Engine ist aber immer mehr auch in der Modefotografie gefragt. Diese findet aber oft nicht im Studio, sondern irgendwo draussen, beispielsweise an einem Strand, statt. Mit dem Sinar Unplugged-Koffer offeriert Sinar bereits seit einiger Zeit ein System, das den mobilen Einsatz des Sinarback sowohl auf Fach- als auch auf Mittelformatkameras ermöglicht.
Für den total mobilen Einsatz des Sinarback führt Sinar jetzt das Sinar Cyber Kit ein. Dieses ist eine robuste, kleine Aufnahmeeinheit, die optimal auf die Bedürfnisse des mobilen Digitalprofis zugeschnitten ist. Egal ob ab Stativ oder aus der Hand, mit dem Cyber muss nicht mehr auf digitale Studioqualität verzichtet werden.
Vorteile gegenüber Systemen mit portablen Computern
Das Sinar Cyber Kit bietet gegenüber Systemen, die mit Laptop-Computern arbeiten, verschiedene Vorteile: Das Cyber Kit arbeitet im Hintergrund während dem Shooting ständig weiter, dadurch wird die Bildfolge mit ca. einem Bild pro Sekunde sehr schnell. Das äusserst kompakte Cyber Kit ist mit einem Touch-Screen einfach und dank Screenshader an der optionalen Trageinheit auch bei Sonnenschein optimal zu bedienen. Die Speicherkapazität reicht für rund 1400 Bilder, die nach dem Shooting bequem auf einen Rechner via Ethernet-Anschluss oder Fiberoptik heruntergeladen werden können.
Der Sinar Cyber-Kit-Koffer enthält serienmässig einen kostengünstigen und in den Ladezyklen sehr problemlosen Akku. Ein Netz- und ein Ladegerät sind im Lieferumfang des Cyber Kit ebenso enthalten wie ein robuster und praktischer Stativhalter.
Volle Funktionen für perfekte Aufnahmen
Mit dem Sinar Cyber Kit kann das Sinarback ganz im Sinne des Sinar Baukastensystems sowohl mit dem 4- Mio.-Pixel-Sensor als auch mit dem 6-Mio.-Pixel-Sensor im 1-Shot-Modus betrieben werden. Dabei sind sämtliche mit dem Sinarback möglichen Adaptionen an über ein Dutzend Mittelformatkameras, aber auch an Fachkameras mit dem Sinar/Copal-Verschluss möglich.
Über den Touch-Screen des Sinar Cyber Kit wird die Software gesteuert. In einem frei wählbaren Contact Sheet lassen sich die Bilder in einer Schnellübersicht betrachten. Jedes einzelne Bild kann auch bildschirmfüllend angezeigt werden, und es steht eine Zoomfunktion zur Verfügung. Histrogrammanzeige und eine zuschaltbare Belichtungskontrolle, die zu dunkle und zu helle Partien des Bildes einfärbt, geben dem Fotografen optimale Kontrolle über sein Bild. Unbrauchbare Bilder können direkt gelöscht werden.
Einfacher und sicherer Download
Beim Fotografieren werden die Bilder zuerst im RAM des Cyber zwischengespeichert und dann sofort auf die integrierte 20-GB-Festplatte gespeichert. Das Speichern läuft im Hintergrund, so dass ein kontinuierliches Fotografieren mit rund einem Bild pro Sekunde möglich ist. Dank der schnellen, integrierten Festplatte stören keine langen Wartezeiten beim Speichern die Fotoproduktion.
Für den Download der Bilder auf einen Computer für die Bildweiterverarbeitung im Sinar CaptureShop stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Die schnelle und sichere Verbindung über die integrierte, originäre Fiberoptik-Verbindung oder ein Ethernet-Anschluss, der es ermöglicht, den Sinar Cyber in jedes Netzwerk und an jeden kompatiblen Computer direkt anzuschliessen. Die CaptureShop-Rohdaten können dann an einer dafür ausgerüsteten Arbeitsstation weiterverarbeitet werden, wobei Sinar einen perfekten Workflow bis zum Druck mit der Sinar CeMagYK-Prepress-Software anbietet.
Perfekter Workflow aus einer Hand
Die digitale Fotografie eröffnet dem Fotografen neue Geschäftsfelder in der Bildverarbeitung sowie die Möglichkeit, viel mehr Einfluss auf das gedruckte Endergebnis zu nehmen als in chemischen Zeiten. Sinar hat diesen Trend erkannt und bietet mit der CeMagYK-Software ein professionelles Druckvorstufenwerkzeug an. Direkt aus dem Sinar CaptureShop, der Aufnahmesoftware für die professionellen Sinar Digitalrückteile, können im Handumdrehen mit dem CeMagYK-Plugin die Daten optimal für den Druck aufbereitet werden.
Bildoptimierung mit Binuscan-Know-how
Kernstück der Sinar CeMagYK-Software ist die erprobte IPM (Image Processing Machine) von Binuscan, welche mittels adaptiver Unscharfmaskierung, ausgeklügelter Umwandlungstabellen und einer einzigartigen Kontrastoptimierung für brillante Umsetzungen der Sinarback-Daten sorgt.
Für die Umwandlung des in RGB aufgenommen Bildes stellt Sinar CeMagYK verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. Die Farbseparation von RGB in CMYK erfolgt mittels der optimal auf die Sinar CaptureShop-Dateien abgestimmten Software des CeMagYK.
Speziell im Bereich der Hauttöne und gesättigter Farben erzielt Sinar CeMagYK optimale und lebensechte Resultate. Die preisgekrönte Farbwiedergabe der Sinar ColorCatcher Engine bleibt bei optimaler Umwandlung, die mit der Sinar CeMagYK-Software sichergestellt wird, auch im Endresultat erhalten. Die RGB/CMYK-Look-up-Tabellen der CeMagYK-Software basieren auf jahrzehntelanger Erfahrung der Firma Binuscan (sieh Kasten Seite 42) und der Druckerei Binucci in Monaco und wurden besonders in Hinsicht auf stark gesättigte Farbtöne im RGB optimiert. Besonders bei Kunststoffteilen und Produkteaufnahmen kommen diese Vorteile zum Tragen.
Kontrastoptimierung für knackige Druckfarben
Im Offsetdruck können nur 4,6 Blendenstufen Kontrast dargestellt werden. Zudem muss dafür gesorgt werden, dass es in den Rastermustern nicht zu einem «Abriss» in den Lichtern und in den Schatten nicht zu einem Zusammenlaufen der Punkte kommt. Auch ein Verlust von Zeichnung in sehr stark gesättigten Farbpartien kann durch eine unsachgerechte Farbseparation entstehen. Eine optimale Aufbereitung der Bilddaten vor der Farbseparation verhindern solche Missgeschicke. Mit Sinar CeMagYK werden die Kontrastverhältnisse innerhalb des vorhandenen Spielraums für die Ausgabe optimiert. Dazu wird das Histogramm analysiert und der Kontrast in allen drei Farbkanälen (RGB) so ausgegeben, dass die volle Bandbreite der Helligkeiten im Bild vorhanden ist. Dadurch wird verhindert, dass das Bild flau wirkt und die Farben ihre Brillanz verlieren. Der hohe Kontrastumfang von 11 Blendenstufen des Sinarback liefert die optimale Voraussetzung, auch reprotechnisch anspruchsvolle Bilder mit dem Sinar CeMagYK mit perfektem Kontrast in voller Brillanz drucken zu können.
Adaptive Unscharfmaskierung
Dank den für den Druck optimierten Berechnungsmethoden von Sinar CeMagYK in Verbindung mit einer adaptiven Schärfung können die Sinarback-Daten optimal auf das benötigte Endformat skaliert werden. Um ein Bild in optimaler Schärfe zu drucken, wird eine Unscharfmaskierung vorgenommen, wobei die Konturen der im Bild dargestellten Objekte betont werden. Die adaptive Unscharfmaskierung des Sinar CeMagYK passt sich der skalierten Grösse des Bildes an, das heisst eine vor der Skalierung vorgenommene Unscharfmaskierung wird bei der Vergrösserung miteinbezogen. Die Unscharfmaskierung des Sinar CeMag- YK zeichnet sich ausserdem durch eine sehr exakte und auf die Anforderungen des Drucks abgestimmte Berechnung aus.
Einfaches Handling durch Batch-Verarbeitung
Die optimale Lösung, um bei grösseren Bildserien mit gleichem Druckziel nicht jedes Bild einzeln bearbeiten zu müssen, ist die Batch-Verarbeitung des Sinar CaptureShop. Sämtliche Funktionen des Sinar CeMagYK können so auf mehrere Bilder in einem Befehl angewandt werden, sei es bei der Farbseparation, Skalierung, Kontrastoptimierung, Änderung der Kurve usw. Mit der Batch-Funktion des Sinar CaptureShop spart der Anwender viel Zeit und erhält doch absolut professionelle Resultate.
Sinar CeMagYK unterstützt sämtliche Dateiformate, die in der professionellen Druckvorstufe verwendet werden, einschliesslich EPS, DCS und DCS2. Sinar CeMagYK erlaubt es sogar, die Möglichkeiten dieser Dateiformate voll auszuschöpfen, beispielsweise durch die hochauflösenden Previews, die es erleichtern, Bilder im Layoutprogramm exakt zu positionieren und das visuelle Zusammenwirken verschiedener Motive auf einer Seite verbindlich zu beurteilen.



