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Tipps und Tricks

  • Lightroom: Presets nach Ordner sortieren
  • Lightroom: Vorgaben für jeden Katalog
  • Photoshop: Auswirkungen der Gradationskurve
  • Illustrator: Konturen für Gitterobjekte
  • Illustrator: Text aus Word
  • InDesign: Wie viel Übersatz ist vorhanden?
  • InDesign: Ein Bild in Einzelteile zerlegen?

Lightroom

Presets nach Ordner sortieren

(msc) Wer in Lightroom seine Entwicklungsvorgaben für die Wiederverwendung speichert oder sogar Presets aus dem Internet herunterlädt, kennt das Problem: Die Liste unter den Vorgaben wird schnell unübersichtlich. Es gibt aber einige Tricks, mit denen Sie die Übersicht behalten.

Für die Umsetzung dieser Tricks ist es wichtig zu wissen, wie die Organisation dieser Presets funktioniert. Das zentrale Prinzip ist das Folgende: Jede Vorgabe, die Ihnen in der Software zur Verfügung steht, ist in einer Datei im Dateisystem gespeichert. Die Datei hat die Endung .lrtemplate. Lightroom sucht sie in seinem Benutzerverzeichnis, wobei es für jede Kategorie von Vorgaben ein eigenes Verzeichnis gibt. Dieses Benutzerverzeichnis stöbern Sie am einfachsten auf, indem Sie den Befehl Bearbeiten > Voreinstellungen betätigen. Öffnen Sie den Reiter Vorgaben und klicken Sie auf die Schaltfläche Lightroom-Vorgabenordner anzeigen.

Die Vorgaben für die Entwicklungseinstellungen finden Sie im Unterordner LightroomDevelop Presets.

  • Die Vorgaben in diesem Ordner können Sie wie normale Dateien umbenennen oder per Mail oder USB-Stick an andere Lightroom-Benutzer weitergeben.
  • Die Vorgaben dürfen Sie in weitere Unterordner organisieren. Sie können zum Beispiel für Dateien aus dem Internet einen eigenen Unterordner LightroomDevelop PresetsDownload anlegen und Ihre eigenen Vorgaben im Ordner LightroomDevelop Presetseigene speichern. Sie können selbstverständlich auch inhaltliche Kategorien anlegen. Sie können aber nur eine Verzeichnisebene anlegen. Wenn Sie im Unterordner noch einen Ordner anlegen, ignoriert Lightroom die dort enthaltenen Vorgaben.
  • Ihre Ordnerstruktur ist im Vorgaben-Panel ersichtlich. Sie finden dieses im Modul Entwickeln am linken Fensterrand. Sie können auch den Befehl Fenster > Bedienfelder > Vorgaben oder die Tastenkombination Ctrl + Umschalttaste + 1 betätigen. Im Kontextmenü erscheinen Ihre Unterordner nicht. Wenn Sie im Entwickeln-Modul mit der rechten Maustaste auf ein Bild klicken, finden Sie im Untermenüpunkt Einstellungen alle Ihre Entwicklungs­vorgaben als flache Hierarchie.
  • Da Lightroom die Unterordner in diesem Kontextmenü nicht anzeigt und die Vorgaben alphabetisch sortiert, sollten Sie die .lrtemplate-Dateien sinnvoll benennen. Bewährt hat sich, wichtigen Entwicklungseinstellungen eine Nummer voranzustellen: Dadurch erscheinen sie am Anfang der Liste. Ansonsten verwenden Sie ein Namensmuster mit einer Kategorie und einer näheren Beschreibung. Ein Beispiel: Sie haben zwei Vorgaben zur Schwarzweissentwicklung und zwei Vorgaben zur Einfärbung. Wenn Sie diese nun Schwarzweiss Harte Kontraste, Schwarzweiss Weiche Kontraste, Einfärben Himmelblau und Einfärben Blutorange nennen, werden sie in der Liste thematisch sortiert. Um die Vorgaben wunschgemäss zu bezeichnen, klicken Sie sie im Vorgaben-Panel mit der rechten Maustaste an und wählen Umbenennen aus dem Kontextmenü.
  • Das Kontextmenü, das beim Rechtsklick auf eine Entwicklungsvorgabe erscheint, bietet weitere nützliche Befehle: Die Kommandos Exportieren und Importieren helfen beim Austausch von Entwicklungsvorgaben und über Im Explorer öffnen bzw. Im Finder öffnen können Sie ohne Umweg den Lightroom-Vorgabenordner anzeigen lassen.

  • Lightroom

    Vorgaben für jeden Katalog

    (msc) Es gibt unter den Lightroom-Anwendern unterschiedliche Vorlieben, was den Umgang mit Katalogen angeht. Manche User haben einen Katalog für alle Fotos. Andere mögen es lieber, einen Katalog pro Projekt einzurichten, oder zumindest private und berufliche Bildbestände zu trennen.

    Für die zweite Gruppe der Anwender ist die Option Vorgaben mit Katalog speichern interessant. Sie befindet sich unter Bearbeiten > Voreinstellungen im Reiter Vorgaben. Sie speichert alle Vorgaben nur für den aktuellen Katalog. Das erlaubt es, Vorgaben pro Katalog zu setzen. Normalerweise gelten Vorgaben global.


    Photoshop

    Auswirkungen der Gradationskurve

    (msc) Die Gradationskurve hat am unteren Rand zwei Regler zur Steuerung des Beschnitts oder der Beschneidung des Histogramms. Indem man sie zur Mitte des Verlaufs hin bewegt, werden die Höhen oder Tiefen reduziert und zu Weiss bzw. Schwarz angeglichen. Alle Graustufen, die jenseits des Reglers liegen, gehen verloren. Das ist eine bewährte Methode, um den Kontrast im Bild zu erhöhen. Natürlich kann man auch den oberen und unteren Endpunkt des Histogramms entsprechend verschieben.

    Allerdings stellt sich bei der Arbeit mit diesen Reglern die Frage, was der Tribut ist, sprich: Welche Details verloren gehen, wenn die Lichter oder Tiefen beschnitten werden. Das zeigt Photoshop an, wenn Sie die Option Beschneidung anzeigen einschalten. Sie können stattdessen auch die Alt-Taste betätigen, während Sie einen der beiden Regler verwenden.

    Die gleiche Kontrollmöglichkeit steht Ihnen auch in der Tonwertkorrektur zur Verfügung. Hier gibt es zwar die Option Beschneidung anzeigen nicht, aber die gedrückte Alt-Taste arbeitet genau gleich.


    Illustrator

    Konturen für Gitterobjekte

    (Guido Köhler) Gitternetze können in Illustrator keine Kontur haben. Wie aber kann man trotzdem eine Kontur erzeugen ohne Umwege via Photoshop oder Nachzeichnen? Dazu markieren Sie das Objekt und betätigen den Befehl Objekt > Pfad > Pfad verschieben. Im gleichnamigen Dialog geben Sie bei Versatz den Wert 0 ein.

    Die Kontur dient als Gestaltungselement oder als Schneidpfad. Wird eine Farbe angelegt mit dem Namen Cut_Contour oder CutContour erkennen die meisten Schneidmaschinen diesen Pfad automatisch.

     

    Illustrator

    Text aus Word

    (Guido Köhler) Häufig bekommt man Text für Illustrator als Word-Datei. Das ärgerliche: Platziert man den Wordtext, muss jede Zeile ausgeschnitten werden, um den Text an den gewünschten Ort verschieben zu können, zum Beispiel, um damit eine Karte wunschgemäss zu beschriften. Abhilfe schafft der Umweg über InDesign: Platzieren Sie den Text in InDesign. Wählen Sie den Textrahmen aus und kopieren Sie ihn. Wechseln Sie zu Illustrator, wählen Sie das Auswahlwerzeug und verwenden Sie den Befehl Einfügen. Die Zeilen sind nicht mehr verbunden. Achtung: Ligaturen in InDesign deaktivieren – sie werden in Pfade umgewandelt!


    InDesign

    Wie viel Übersatz ist vorhanden?

    (msc) Es soll ja InDesign-Anwender geben, die keine grossen Fans des Textmodus sind und lieber mit der 1:1-Darstellung im Layout arbeiten.

    Einen unbestreitbaren Vorteil hat der Textmodus allerdings: Er zeigt in neueren Versionen von InDesign auch den Übersatz an. Von Übersatz spricht man dann, wenn nicht aller Text im Textrahmen Platz findet. Der Textmodus markiert den Text, der nicht mehr im Rahmen unterkommt, mit einer roten Linie am linken Rand. So ist sofort ersichtlich, wie viel Text zuviel ist.

    Den Textmodus öffnen Sie über Bearbeiten > Im Textmodus bearbeiten.


    InDesign

    Ein Bild in Einzelteile zerlegen?

    (msc) In InDesign platziert man ein Bild in einem Rahmen – klar. Es ist aber auch möglich, ein Bild in mehreren Rahmen unterzubringen. Das ergibt interessante Möglichkeiten für Bildeffekte: Erstellen Sie als erstes die Rahmen, in die Sie ihr Bild verteilen möchten. Markieren Sie diese und wählen Sie den Befehl Objekt > Pfade> Verknüpften Pfad erstellen. Die ursprünglichen Rahmen werden zu einemRahmen verschmolzen, in den Sie ihr Bild plazieren. Das platzierte Bild dürfen Sie wie gewohnt über das Direktauswahl-Werkzeug verschieben und in der Grösse und Position anpassen.

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